Muss man in Korea Trinkgeld geben? Alles, was Sie über Rechnungen und Servicegebühren wissen müssen
Geben Koreaner in Restaurants, Taxis oder Hotels Trinkgeld? Gilt es als unhöflich? Wir klären die 'No-Tip'-Kultur in Korea und die wenigen Ausnahmen, die ausländische Reisende oft verwirren.
Das Wichtigste für Ihre Reise (Checkliste)
Viele westliche Reisende, die von dem hervorragenden Service in Seoul und den sauberen Taxis beeindruckt sind, greifen zum Portemonnaie, nur um in die verwirrten Gesichter des Personals zu blicken. Um entspannt zu reisen, hier die Regeln für Korea:
Grundprinzip: Korea ist ein striktes No-Tipping-Land, in dem der Service bereits in das Gehaltssystem des Arbeitgebers integriert ist. Sie müssen in Restaurants, Taxis, Friseursalons oder bei Lieferdiensten keinerlei Aufschläge zahlen.
Die Wahrheit hinter dem Preis: Der auf der Speisekarte angegebene Preis (z. B. 15.000 Won) enthält bereits die 10%ige Mehrwertsteuer (VAT) sowie die Servicegebühr.
Ausnahmen: Nur in Luxushotels (für Bellboys oder Zimmerservice) oder in exklusiven Fine-Dining-Restaurants, in denen das Personal das Fleisch für Sie grillt, sind kleine Trinkgelder als Zeichen der Anerkennung üblich.
Restaurants und Cafés: Wechselgeld und Trinkgeldgläser
In normalen Restaurants und Cafés läuft es genau umgekehrt zu Trinkgeldländern.
Die Peinlichkeit, wenn Trinkgeld abgelehnt wird: Wenn Sie in einem normalen Restaurant (einschließlich K-BBQ) Bargeld auf dem Tisch liegen lassen, wird das Personal mit 99%iger Wahrscheinlichkeit hinter Ihnen herlaufen und Ihnen das Geld zurückgeben: "Sie haben Ihr Geld vergessen!" Für viele Koreaner ist Trinkgeld ein fremdes Konzept oder sie betrachten es als unlauter, mehr als den auf der Karte stehenden Preis zu verlangen.
Was stattdessen zählt: Statt Trinkgeld sind ein höfliches "Kamsahamnida" (Danke) oder "Es hat sehr gut geschmeckt" sowie eine positive 5-Sterne-Bewertung auf Naver oder Google Maps wertvoller als 10 Dollar Trinkgeld.
Trinkgeldgläser (Tip Jars) in westlichen Pubs: In Stadtteilen wie Itaewon oder Hongdae, wo viele Ausländer leben, finden sich in manchen Cocktailbars oder Cafés "Tip Jars" an der Theke. Diese sind absolut freiwillig und dienen lediglich dazu, das Kleingeld loszuwerden.
Taxis: Die Ästhetik des Kleingeldes
Koreanische Taxis sind weltweit für ihre günstigen Preise bekannt und zu 100% mit Kartenzahlungsterminals ausgestattet.
Grundsätzlich ist kein Trinkgeld nötig. Tippen Sie einfach den exakten Betrag vom Taxameter mit Ihrer Karte.
Wenn Sie bar bezahlen, ist es jedoch eine höfliche Geste, Kleingeldbeträge unter 1.000 Won mit einem "Stimmt so" (Keep the change) dem Fahrer zu überlassen.
Wenn der Fahrer Ihnen beim Tragen schwerer Koffer hilft oder extrem hilfsbereit war, nimmt er 1.000 bis 2.000 Won (ca. 1-2 Dollar) gerne mit einem freundlichen "Thank you" entgegen.
Hotels und Fine Dining: 10% Servicegebühr
In gehobenen Etablissements gelten andere Regeln.
In 5-Sterne-Hotels oder Fine-Dining-Restaurants enthält die Rechnung bereits 10% Steuern und oft eine 10% Service Charge (Bedienungszuschlag). Ein zusätzliches Trinkgeld ist daher nicht erforderlich.
Ein kleiner Obolus von 1.000 bis 2.000 Won für den Portier, der das Gepäck aufs Zimmer bringt, oder das Housekeeping ist jedoch als internationaler Standard durchaus üblich.
Fazit
Vergessen Sie die Trinkgeld-Rechner-App während Ihrer Reise in Korea. Dass es keine Trinkgeldkultur gibt, bedeutet einfach mehr Budget für mehr Tteokbokki! Genießen Sie es, an der Kasse genau den ausgezeichneten Betrag zu zahlen. Wenn Sie Ihre Wertschätzung ausdrücken möchten, reichen ein freundliches Lächeln und ein paar nette Worte auf Koreanisch völlig aus.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wo finde ich am besten Informationen darüber, ob man in Korea Trinkgeld geben sollte?
Wir haben die "No-Tip"-Kultur Koreas und die Ausnahmen für Restaurants, Taxis und Hotels für Sie zusammengefasst, um Reisenden die Unsicherheit zu nehmen.
Wann sollte ich beginnen, mich über das Trinkgeld-Thema in Korea zu informieren?
Es ist sinnvoll, sich bereits vor der Abreise mit den grundlegenden Regeln, Kosten und örtlichen Gepflogenheiten vertraut zu machen.
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